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PC-Markt unter Druck

MacBook Neo hilft Apple: Marktanteil steigt trotz sinkender Mac-Verkäufe

Der weltweite PC-Markt steckt in einer deutlichen Absatzkrise. Auch Apple verkauft weniger Macs als im Vorjahr, kann seinen Marktanteil aber ausbauen. Laut aktuellen Zahlen von Counterpoint Research spielt dabei das MacBook Neo eine wichtige Rolle.

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Der weltweite PC-Markt hat im dritten Quartal 2026 einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Nach vorläufigen Zahlen von Counterpoint Research wurden weltweit rund 57 Millionen Computer ausgeliefert. Das entspricht einem Minus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Apple konnte sich dem Abwärtstrend zwar nicht entziehen, schnitt aber besser ab als viele Wettbewerber.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Weltweite PC-Auslieferungen sinken im dritten Quartal 2026 um 21 Prozent.
  • Apple liefert 5,6 Millionen Macs aus – elf Prozent weniger als im Vorjahr.
  • Apples Marktanteil steigt von 8,7 auf 9,8 Prozent.
  • Das MacBook Neo hilft laut Counterpoint, den Absatzrückgang abzufedern.
  • Für das vierte Quartal wird ein Marktrückgang von 27 Prozent erwartet.

MacBook Neo hilft Apple durch die Absatzkrise

Laut Counterpoint Research lieferte Apple zwischen Juli und September rund 5,6 Millionen Macs aus. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 entspricht das einem Rückgang von elf Prozent. Da der gesamte PC-Markt wesentlich stärker schrumpfte, konnte Apple seinen weltweiten Marktanteil dennoch von 8,7 auf 9,8 Prozent steigern.

Als einen wichtigen Grund für die vergleichsweise stabile Entwicklung nennen die Marktforscher das MacBook Neo. Das Modell habe dazu beigetragen, die rückläufigen Auslieferungszahlen abzufedern und Apple im Vergleich zum Gesamtmarkt besser dastehen zu lassen.

Wie viele MacBook-Neo-Geräte im dritten Quartal tatsächlich ausgeliefert wurden, geht aus dem Bericht allerdings nicht hervor. Der konkrete Anteil des Modells an Apples Geschäft lässt sich deshalb nicht beziffern.

PC-Auslieferungen erklärt!

PC-Auslieferungen beschreiben die Anzahl der Computer, die Hersteller innerhalb eines bestimmten Zeitraums an Händler, Vertriebspartner oder andere Abnehmer liefern. Sie sind nicht mit den tatsächlichen Verkäufen an Endkunden gleichzusetzen.

Marktforschungsunternehmen nutzen diese Zahlen, um die Entwicklung des PC-Marktes und die Marktanteile einzelner Hersteller zu vergleichen. Die Angaben beruhen häufig auf Schätzungen und können nachträglich korrigiert werden.

Lenovo bleibt Marktführer, HP verliert besonders deutlich

Im weltweiten PC-Markt belegt Apple weiterhin den vierten Platz. Marktführer bleibt Lenovo mit rund 15 Millionen ausgelieferten Computern und einem Marktanteil von 26,3 Prozent. Allerdings musste der Hersteller gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 23 Prozent hinnehmen.

Auf Platz zwei folgt HP mit 10,3 Millionen Geräten und einem Marktanteil von 18,1 Prozent. Die Auslieferungen gingen hier sogar um 31 Prozent zurück. Dell belegt mit 7,6 Millionen Computern und einem Anteil von 13,3 Prozent den dritten Platz. Das Unternehmen verzeichnete ein Minus von 25 Prozent.

ASUS konnte sich dagegen vergleichsweise gut behaupten. Der Hersteller lieferte rund 5,2 Millionen Computer aus und verzeichnete einen Rückgang von lediglich sieben Prozent. Damit entwickelte sich ASUS unter den fünf größten PC-Herstellern noch besser als Apple. Der Marktanteil stieg auf 9,2 Prozent.

Steigende Preise belasten den gesamten PC-Markt

Als wesentlichen Grund für den Markteinbruch nennt Counterpoint Research die gestiegenen Kosten für Arbeitsspeicher und andere Komponenten. Diese verteuern neue Computer und führen dazu, dass viele Verbraucher geplante Neuanschaffungen verschieben.

Etwas stabiler zeigt sich die Nachfrage von Unternehmen. Dort sorgen der Austausch älterer Geräte und die Migration auf neuere Windows-Versionen weiterhin für Bestellungen. Allerdings reicht das Geschäft mit Firmenkunden nicht aus, um die schwächere Nachfrage im Privatkundenmarkt auszugleichen.

Hinzu kommt ein statistischer Effekt: Im dritten Quartal 2025 hatten unter anderem Anschaffungen vor dem Ende des regulären Windows-10-Supports sowie zollbedingte Lageranpassungen die Nachfrage gestützt. Dadurch fällt der aktuelle Vorjahresvergleich besonders schwach aus.

Für das vierte Quartal erwartet Counterpoint Research einen weiteren Rückgang der weltweiten PC-Auslieferungen um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch für 2027 rechnen die Marktforscher nicht mit einer deutlichen Erholung. Stattdessen sollen sich die weltweiten Auslieferungszahlen ungefähr auf dem Niveau von 2026 stabilisieren.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Für Apple sind die Zahlen ein relativer Erfolg. Während der gesamte PC-Markt deutlich schrumpft, verliert das Unternehmen weniger Auslieferungen als die meisten großen Wettbewerber und gewinnt dadurch Marktanteile.

Das MacBook Neo scheint dabei eine sinnvolle Ergänzung des bisherigen Mac-Portfolios zu sein. Gerade in einem Markt, in dem steigende Preise viele Kaufentscheidungen beeinflussen, kann ein günstiger positioniertes Modell helfen, zusätzliche Zielgruppen zu erreichen.

Allerdings sollte der gestiegene Marktanteil nicht mit tatsächlichem Wachstum verwechselt werden. Apple hat ebenfalls weniger Computer ausgeliefert als im Vorjahr. Zudem fehlen konkrete Absatzzahlen für das MacBook Neo. Wie groß dessen Beitrag tatsächlich ausfällt, lässt sich daher noch nicht beurteilen.

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